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Ein Wochenende in Bad Rothenfelde - oder (k)urlauben wie Opa und Oma

Wäre mein Schatz nicht zur Reha dorthin geschickt worden, hätte ich mir wohl kaum den südniedersächsischen Kurort - nein eigentlich muss man schon eher von einem Kurörtchen sprechen, so klein ist er - Bad Rothenfelde für einen Wochenendtrip ausgesucht. Aber irgendwie hat mich das Örtchen mit seinen Villen, die von vergangener Glorie künden, den nicht wirklich schön anzusehenden, aber angeblich gesundheitsfördernden Salinen und der Lage in den sanften Hügeln des Teutoburger Waldes doch für sich eingenommen.




Dabei handelt es sich wirklich nur um ein besseres Dorf, dessen größte Sehenswürdigkeit die schon erwähnten Salinen, oder Gradierwerke sind. Das sind die hohen Wände aus Reisig, die man unten auf den Fotos sehen kann. Durch das Reisig läuft ständig Wasser aus der örtlichen Salzquelle. Früher wurden die Gradierwerke zur Salzgewinnung benutzt, heute sind sie nur noch für die Kurgäste und Touristen in Betrieb. Der feine Nebel aus salzhaltigem Wasser ist nämlich gut für die Atemwege: Wenn man daran entlang läuft, noch besser aber, wenn man hineingeht.
Außer den Salinen hat der Ort noch ein paar Geschäfte zu bieten, die auf mittelaltes bis älteres Publikum ausgelegt sind. Und natürlich diverse Restaurants, Cafes und Kneipen. (Zum "retoxing", ihr versteht?) Ach ja und eine Therme und eine Minigolfanlage. Das war's dann so ziemlich.





Ich habe mich trotzdem sehr wohl gefühlt und das lag wohl vor allem a) am guten Wetter Anfang April, das mir ein bischen das Gefühl vermittelte, ich sei in Italien; und b) daran, dass ich diesen Kur-Lifestyle ganz super fand: Man hat den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als durch einen Ort zu spazieren, der wirkt, wie eine kleine, sorgenfreie Welt für sich. Hier und da isst man ein Eis, trinkt ein Bier, oder widmet sich harmlosen Vergnügungen, wie dem Minigolf-Spielen. So lässt es sich doch leben!
Fairerweise muss ich sagen, das was ich da genossen habe, war ja nur das "Touristenprogramm". Ein echter Kurgast ist länger da und beim 20. Spaziergang durch den Ort geht ihm selbiger wahrscheinlich schon gewaltig auf die Nerven! Und wenn man am nächsten Morgen um sieben schon wieder auf dem Ergometer sitzen, oder sich Blut abnehmen lassen muss, ist man wahrscheinlich schon abends nicht mehr ganz so entspannt. - Tja, was soll ich sagen, das Leben ist kein Ponyhof! Allerdings fühlte es sich in diesen Tagen, in denen ich meinen Schatz in Bad Rothenfelde besucht habe, fast so an, als wäre es doch einer! 😉





ENGLISH:
A few weeks ago my boyfriend did a treatment at a health resort and I visited him for a weekend. I would probably never have visited the small town otherwise because it doesn't really have any sights or interesting things to offer. But still I thought is was a great weekend: We had great weather and I foung that the "health resort lifestyle" appealed to me very much. Going for walks, eating ice-cream, sitting in cafes, playing mini-golf - I loved this "grandma and grandpa style" of a vacation almost too much for my age! Admittedly it's not that much fun for someone who has to spend a few weeks in a clinic there...

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